RKT 12

Kunststation 7 / SCHMUCKatelier _ WOLFGANG UHL
Wolfgang Uhl (Schmuck und Objekte ) Petra Maria Mühl (ROSENKOSMOS, Fotografie)
Kunststation 15 / Internet
Wolfgang Uhl (Videos: WASSERFILM)
... und weitere Erinnerungen an die Rumpenheimer Kunsttage 2012



RUMPENHEIMER KUNSTTAGE 2012




Ausstellungsrundgang



Kunsstation 7: Schmuckatelier am Rumpenheimer Schloss, Rumpenheimer Schlossgasse 4

Petra Maria Mühl: 
ROSENKOSMOS, Fotografie  www.kunstkaiser.de 
Ihre Fotografien experimentell angefertigter Wachsobjekte zeigen die Feinheit von Rosenblättern in ungewöhnlicher Größe. Die Abstufung der Schärfegrade im veränderten Blick durch das Wachs und vielschichtige Farbigkeit führen in den großformatigen Fotografien zu einer eigenständigen Formensprache. Ein einzigartiger Rosen-Kosmos eröffnet sich.
Wolfgang Uhl: Schmuck  www.schmuckatelier-uhl.de 
Edles und Profanes, buntschillerndes Glatt und schroffes Matt macht das Schmuckdesign von Wolfgang Uhl so unverwechselbar. In seinem Atelier in der Rumpenheimer Schlossgasse 4 präsentiert er außergewöhnliche Ketten, Ringe und Ohrringe.

Kunsstation 15: Ein Internet-Ausstellungsbeitrag von Wolfgang Uhl: Videos





Kunsstation 3: Schloss-Innenhof

Sonja Schilling: Tonkunst
Hannes Metz: Objekte
Manfred Funke: Objekte 
Im Schlossinnenhof sind Sonja Schilling, Hannes Metz und Manfred Funke vertreten. Schillings Passion ist es, den Menschen darzustellen, so wie er ist – in all seiner Widersprüchlichkeit, seine positiven wie auch negativen Gefühle und Stimmungen. In ihren Tonarbeiten bringt sie Gestik, Mimik und Körperhaltung zum Ausdruck. Ein Teil der Skulpturen von Metz entstand durch Renovierungsarbeiten an einem denkmalgeschützten Haus. Durch die Verwendung alter Eichebalken und die Ergänzung mit Glas, Metall, Stein, Kunststoff sowie anderen Materialien entstehen kontrastreiche Plastiken, die Altes und Neues in Einklang miteinander verbinden. Zentraler Arbeitsschwerpunkt für Funke ist die kinetische Plastik. In unterschiedlichen Abstraktionsgraden werden von ihm Stahl, Edelstahl und Fundstücke beweglich gemacht, um in diesem neuen Kontext Magie und Poesie auszustrahlen.





Kunsstation 6: Casino im Schloss

Andrea Plefka: Malerei  www.art-plefka.de 
Inspiriert von Alltäglichem, Gesehenem und Gefühltem entstehen bei Andrea Plefka in Form- und Farbgebung stark reduzierte Aquarelle, deren Interpretation dem Betrachter obliegt.
Lucie Heirich: Fotografie  www.lucieheirich.de 
Neben ihr stellt Lucie Heirich neue Fotografien von „Licht und Schatten“, von „Wahrheit und Täuschung“ in überraschenden und spannenden Spiegelungen im Casino des Westflügels aus. Wie stets bei ihren Fotografien verzichtet Lucie Heirich gänzlich auf nachträgliche Bildbearbeitung.




Kunsstation 1: Schloss-Tiefkeller, links

Regina Bahmann: Malerei und mehr
In Regina Bahmanns vorwiegend abstrakter Malerei verbindet sich farbliche Komposition mit subtiler Lyrik. Darüber hinaus präsentiert sie eindrucksvolle Exponate aus ihrer photographischen Serie “Stadtbilder”.

Jörg Häusler: Malerei & Objekte
Neben Bildern mit ausdrucksstarken Farben zeigt er interessante Objekte in Holz und Metall.

Daniel Amadeus Michel: Skulpturen 
Als dritter im Bunde zeigt Daniel Amadeus Michel Kleinskulpturen aus seiner Themenreihe „Holz – Steincollagen“. Diese Arbeiten bestehen aus einem nur mit der Kettensäge bearbeiteten Holzkörper, der nach einer Farbgebung mit natürlich belassenen Flachkies in ein Gesamtkonzept gebracht wird.






Kunsstation 2: Schloss-Tiefkeller, rechts

Marina Greis: Lichtobjekte   
Im rechten Tiefkeller des Hauptbaus zeigt Marina Greis neue Arbeiten aus ihrer LichtWelt-Werkstatt – vom bildhaften Wandobjekt über freistehende Skulpturen bis hin zum filigranen Mobile. Sie lässt aus den unterschiedlichsten Materialien wie Glas, Rinde, Acryl, Spachtelmasse und Draht in sichtlicher Experimentierfreude fantasievolle Objekte entstehen. Immer mit dabei ist das Licht. Sei es in Gestalt des Tageslichts, das je nach Einfall und Tageszeit die Objekte im Farb- und Schattenspiel zum Leben erweckt, oder durch integrierte Beleuchtung, welche die Arbeiten bei Dunkelheit in einem völlig neuen Licht erscheinen lässt.
Wilhelm Hardt: Plastiken, Materialbilder  www.artbyhardt.de 
Im Lichte dieses Tiefkellers überrascht Wilhelm Hardt mit seiner Arbeit „Problemlösung“, bei der ein genervter Riese unseren Heimatplaneten einfach mittels Hebelkraft entsorgt. Bizarr und filigran sind seine Läufer in der Plastik „Run for… what?“, die nicht von der Stelle zu kommen scheinen und sich dabei die Sinnfrage stellen: Wozu…? Außerdem bietet Wilhelm Hardt an, den „Stein im Brett“, den Sie bei jemandem haben, nach Ihren Wünschen herzustellen.






Kunsstation 9: BIRtreff, Landgraf-Friedrich-Str. 1
Jutta Hingst: Druckgrafiken, Aquarelle 
www.jutta-hingst
Ein Huhn kommt selten allein – was die Radierungen von Jutta Hingst in der Landgraf-Friedrich-Straße 1 beweisen. Die Hühner sind allein, zu zweit, in kleinen Gruppen oder sie befinden sich in ganz anderer Gesellschaft.
Manfred Menzel: Kunst-Fotografie  www.blende-2.de       
Er zeigt bei den Kunsttagen erstmalig Fotografien aus seiner Serie „kunst + raum“, bei der ungewöhnliche Kunst an verblüffenden Orten gezeigt wird. Der Titel ist Programm: Es geht nicht um die Kunst oder den Raum an sich, sondern um ständig wechselnde Inszenierungen des Zusammenspiels zwischen beiden Wirkungselementen.




Kunsstation 12:  Keramikatelier Birgit Palt, Landgraf-Friedrich-Str. 25a

 Jutta Hilscher: Fotografie

Hoechst – Clariant – ? Der Stadtteil dazwischen. Die Fotos zeigen den Abbruch der Gebäude der ehemaligen Hoechst AG in der Kettelerstraße - in einem Jahr von einer intakt wirkenden Fabrik zu einem Biotop.
 Birgit Palt: Porzellankunst  www.artmosphaere.net
Hier sind überdimensionierte und farbenfrohe Muscheln und Schnecken aus Steinzeugkeramik zu bestaunen. Neben Glasschmuck, Radierungen und Filztaschen präsentiert Palt zarte und durchscheinende Porzellanobjekte, zeitweise in Kombination mit selbst hergestellten Glasobjekten.






Kunsstation 5: Schlosskirche


Sabine Perez
In den Seitenlogen der Schlosskirche eröffnet die Künstlerin Sabine Perez zwei temporäre „Shops“ mit Stickereien. Shop 1: „Super-Schnäppchenmarkt“, Shop 2: „Workshops in alter Leinenstickerei“. 
Daniel Perez
Ebenfalls in der Schlosskirche präsentiert Daniel Perez eine eher besinnliche Installation. Hier erklingen Auszüge aus seinen Texten musikalisch untermalt im Einklang mit einer Lichtskulptur und geben so einen Einblick in eine ganz eigene Gedankenwelt. 



Kunsstation 4: Mausoleum im Schlosspark
Kita 3, Peter Jakubowski: Kunst von Kindern, Portraits
Im Mausoleum stellen die drei- bis sechsjährigen Kinder der Kita 3 Offenbach sich im Selbstportrait dar: ICH, wenn ich groß bin! Die Keramikarbeiten, die unter der Anleitung von Peter Jakubowski entstanden sind, können in Bronze gegossen und dann sogar erworben werden.




Kunsstation 8: Galerie in der Scheune, Fischergasse 8
Leonore Poth: Zeichnungen www.leonore-poth.de
Viele Orte von Frankfurt und Offenbach erkennt man in den Pastellkreide-Zeichnungen von Leonore Poth. Auf ihren Streifzügen scheint sie die Stadt zu inhalieren
und über Hand und Stift wieder aufs Papier hinauszubefördern.
Kunsstation 8: im Vorhof der Fischergasse 8
Ute Jeutter: Malerei www.ute-jeuter
Die hier von der Musikerin Ute Jeutter gezeigten farbenfrohen Aquarelle sind von den im Süden allgegenwärtigen Wäscheleinen inspiriert. Unter dem Titel „Neulich auf der Wäscheleine…“ präsentiert sie mit expressivem Pinselstrich das Thema Wäsche in seiner ganzen Vielfalt.




Kunsstation 10: ACR-Glasdesign Chris Reinelt, Kleines Gässchen 13-15 
Eingang über Neugasse benutzen!
Chris Reinelt: Glasdesign www.acr-glasdesign.de
In seinem Atelier zeigt er Glas in leuchtenden Farben, geformt zu kleinen und großen Schalen, zu Objekten oder zu Accessoires für den Raum. Eindrucksvoll ist auch sein Schmuck aus glitzerndem Dichroic-Glas. Selbst gedrehte Perlen und Kettenanhänger, gestaltet in aufwendiger Kämmtechnik, ergänzen sein Schmuckangebot.
Janine Bruchet-Collins: Impressionen/Mainlandschaft Im Hof des Kleinen Gäßchens präsentiert Janine Bruchet Collins ihre leidenschaftliche Landschafts-Malerei, die oft auch Eindrücke aus der Natur dieser Region transportieren.
Jugendkunstschule Offenbach, Barbara Meyer: Aktionskunst
Nur sonntags wird dort auch das „JuKuMo“ der Jugendkunstschule Offenbach stehen, das einerseits Schülerarbeiten der Jugendkunstschule zeigt aber auch Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit gibt, vor Ort eigene kleine Kunstwerke zu schaffen.
  



Kunsstation 11: Schreibwerkstatt Klingspor, Kleines Gässchen 13-15 
www.schreibwerkstatt-klingspor.de

Maritta Staacks: Kalligrafie
Die Schreibwerkstatt Klingspor Offenbach zeigt historische und zeitgenössische internationale Kalligrafien. Mitglieder der Schreibwerkstatt beteiligen sich mit Schreibvorführungen und Führungen durch die Ausstellung "Werke von Karlgeorg Hoefer und Dozenten
der Schreibwerkstatt".



Kunsstation 13: Enkheimer Strasse 27

Waltraud Bauer
Unter dem Motto „head under hat“ zeigt Waltraud Bauer ihre kunstvoll gestalteten Filzhüte. Jedes Objekt ist ein aus Naturmaterialien hergestelltes Unikat.




 







Kunsstation 14: Waizenäckerstrasse 4

Lyrik und Musik im Schuppen
Im Kunstschuppen in der Waitzenäckerstraße 4 - präsentiert die Gruppe „Wortklang“ an beiden Ausstellungstagen um 14:00 Uhr und 16:00 Uhr Lyrik mit Musik. Katharina Eismann, begleitet vom Pianisten und Gitarristen Wolf Dieter Köster und dem Perkussionisten Bernd Cürten, laden zu einer hitzigen Wortreise ein. Rhythmisch frech, verfremdet oder sphärisch untermalt kommt es so zu Begegnungen mit der unverwüstlichen Distel oder den Gartendämonen.








Offenbach Post, September 2012

Was einst Teil der Offenbacher „Kunstansichten“ war, ist zum eigenständigen Festival gereift: 

Die „Rumpenheimer Kunsttage 2012“, 15. & 16. September, locken zum früheren Landgrafenschloss. 
Von Reinhold Gries


Nach dem Vorspiel mit Leonore Poths Pastellen in der Kunstscheune, nun durch Ute Jeutters Aquarelle im Innenhof ergänzt, beginnt das Festival heute um 19 Uhr mit der „Ouverture“ in der Schlosskirche, wo die Gemeinschaftsausstellung eine Woche geöffnet bleibt. Nicht nur bei der Soirée mit Harfenistin Mónica Rincon und Flötistin Nina Steinbronn werden die Kunst- auch zu Musiktagen. „Lyrik und Musik“ sowie ein „Spaziergang mit Saxophon“ begleiten den mit roten Fußspuren markierten Rundgang am Wochenende durch 14 Kunststationen. Der Parcours führt von Schloss-Casino, historischen Tiefkellern, Mausoleum und Innenhof über Schloss- und Fischergasse bis zur Schreibwerkstatt Klingspor in die Kunstfabrik und zur Landgraf-Friedrich-Straße. Dabei zeigen 24 Künstler Fotografie, Malerei, Skulpturen und Objekte, Installationen, Lichtkunst und Grafik. Prägend sind dabei renommierte Formgeber wie Wolfgang Uhl. Aus Ostseekieseln formt er ebenso einzigartige Schmuckobjekte wie aus Bergwerk-Bernsteinen, Poona-Cavansit-Kristallen oder Rohopalen. Sein Studio wird durch Petra Maria Mühls in Wachs gegossenen und dann virtuos fotografierten „Rosenkosmos“ zum Gesamtkunstwerk. In der Kirche hat Uhl eine Papierarbeit in QR-Code bedruckt, mit dem Besitzer internetfähiger Handys „WasserFilme“ abrufen können. Meister ihres kunsthandwerklichen Fachs sind auch Glasfusing-Experte Chris Reinelt und Keramik-Designerin Birgit Palt. Während Reinelts klar strukturierte Schalen und Scheiben oft das Erbe des Bauhauses fortschreiben, pendelt Palt zwischen Nutzwert und unerschöpflichen Möglichkeiten von Porzellan, Steinzeug und Textil. Hohen Anspruch pflegen auch Kalligrafien von Maritta Staacks von der Schreibwerkstatt Klingspor im Hoefer-Archiv wie in der Kirche. In deren Logen hat die frischgekürte Staatspreisträgerin Sabine Perez (Work-)Shops eingerichtet, um vergessene Leinenstickkunst zu neuem Leben zu erwecken. Dazu bespielt Ehemann Daniel Perez zwei Kirchenbänke mit Hörinstallationen zu eigenen Texten und spiegelt Gehörtes visuell im Kirchenschiff. Dort hängt eine der großformatig abstrahierenden Malereien Regina Bahmanns als Projektionsfläche für Träume und Assoziationen, während Jörg Häuslers Farbigkeit daneben ins Dreidimensionale führt. In Innen- wie Außenräumen trifft man auf Materialexperimente wie Daniel Michels mit Flachkies besetzte Holzkörper, Hannes Metz‘ gleichnishafte Figurationen, Wilhelm Hardts surreale Plastiken oder Manfred Funkes kinetische Plastiken. Reizvoll auch die Licht-Welt-Werkstatt von Marina Greis im Schloss-Keller mit skurrilen Licht- und Schattenspielen um Skulpturen und Wandobjekte. Klassischer wirken Andrea Pflefkas schwebende Aquarelle und Gouachen zu Gefühltem wie Gesehenem, Lucie Heirichs unmanipulierte Analog-Fotos, Jutta Hingsts filigrane Tier-Radierungen und Janine Bruchets „französische“ Mainlandschaften. Im Mausoleum dann Archaisches bei von Peter Jakubowski arrangierten Plastiken Drei- bis Sechsjähriger zum Motto „ICH, wenn ich groß bin“.







MUT & LIEBE  04/2012    Rumpenheimer Kunsttage